Autor: hajoschneider

Nachts um drei

manchmal   nachts um drei   wenn nichts mehr ist, in jenem Moment von jetzt wenn die Welt den Atem anhält   in jener Pause zwischen dem Ausatmen des Gestern und dem Einatmen für den neuen Tag   entsteht ein Riss in der Zeit   und wenn ich Glück habe hochschrecke aus meinem Schlaf genau in jenem Moment die Augen aufschlage furchtlos – voller Angst   kann es sein dass unsichtbare Fahnen vor meinen Augen wehen ich auf dem Gipfel stehe oder eine alte Frau an meinem Bett steht auf mich herab schaut   – durch jenen Riss herausgetreten – und ohne Worte bittet dass ich ihre Seele erlöse   oder ist es Zeit für mich durch jenen Spalt zu gehen um mir diese andere Wirklichkeit anzusehen? Es scheint so einfach – in jenem Moment –

Leuchttürme

Leuchttürme faszinieren seit jeher nicht nur den Seefahrer, sondern auch Menschen, die eigentlich keinerlei Verbindung zur Seefahrt haben. Leuchttürme sind nicht nur Licht- und Wegmarken für die Schifffahrt, der sie Gefahrenstellen, aber auch den richtigen Weg signalisieren, gleichzeitig sind sie immer auch schon Symbole, die für den Binnenländer Abenteuer, Fernweh und Seeluft bedeuten. Sturmumtost, weder ganz zum Land, noch zur See gehörend, auf wind- und wettergegerbten Felsen stehend, sind sie Licht im Dunkel, Wegweiser für die Umherirrenden, bedeuten die Sicherheit des Festlandes vielleicht sogar des Heimathafens, das Symbol des Ankommens, aber auch Fingerzeig in die Ferne, ins unbekannte, gefahrvolle, geheimnisumwitterte Leben auf dem Wasser bzw. in der weiten, fremden Welt.

Das Gesicht des Autors, liegend en einem Sandstrand, im Hintergrund blauer Himmel, davor eine gelbe Badekabine, rechts aufsteigend eine begrünte Düne

Der Mörder in mir!

Wie komme ich zum Bücherrezensieren? Eigentlich sind es ja hauptsächlich Krimis, über die ich schreibe, aber ab und an könnte durchaus auch mal ein anderes literarisches Genre dabei sein. Es gibt einfach zu viele gute Bücher, als dass ich nur Krimis lesen und rezensieren könnte. Aber um wenigstens mal einen Anfang zu machen, folgt hier ein Überblick über meine Krimileidenschaft.  Als Jugendlicher hatte ich mit Krimis noch nichts am Hut. Ich las Hesse (natürlich), Grass, Wilde, Frisch, Borchert, die Manns und dergleichen. Glücklicherweise stand ich im Fach Französisch zwischen einer Fünf und einer sechs (trotz Sprachbegabung). Das brachte den mir wohl gewogenen Französischlehrer auf die Idee, mir ein Referat zum Thema: Kriminalliteratur im Wandel der Zeit. Inhaltlich wurde dabei eine Linie gezogen zwischen Kriminalromanen aus der Zeit eines Sherlock Holmes bis hin zu Dieter Wellershoffs »Die Schattengrenze«, den die meisten Krimi-Liebhaber ungern in ihrem Lieblingsgenre eingeordnet sehen. Aber mein Interesse war geweckt, es sollte allerdings noch einmal ein paar Jahre dauern, bis ich wirklich fest anbiss.  Den ersten Suchtstoff lieferten mir die faszinierenden Romane des …

Ein Meer bei Sonnenuntergang, das Wasser vorne ist fast schwarz, darüber wie brennend die Sonne, kleine dunkle Wolken

Böse Wasser

Hat Wasser eine Seele? Kann Wasser böse sein? Ich glaube ja. Vor Jahren machte ich Urlaub in der Bucht von Gökeva, in der südlichen Ägäis. Die Bucht gehört zur Türkei. Damals war sie nur Einheimischen bekannt, weshalb ich an diesem Tag auch der einzige Ausländer unter lauter Türken am Strand war. Vielleicht deshalb kam plötzlich eine Schar von jungen Leuten aufgeregt auf mich zu und bat mich um Hilfe. Ein junger Mann, der gar nicht richtig schwimmen konnte, war von einer Querströmung abgetrieben worden. Das einzige Hilfsmittel, das mir spontan einfiel, war ein Kletterseil, das ich fast immer im Rucksack bei mir trug. Ich rannte mit dem Seil in die angegebene Richtung. Bald sah ich den »in Seenot geratenen« jungen Mann auf einer Luftmatratze mir entgegen paddeln. Offensichtlich war ihm schon jemand zu Hilfe gekommen. Aber er sah erschöpft und ängstlich aus. Ich rief ihm zu, das Ufer anzusteuern, wo ich stand. Das war nicht ganz einfach. Es handelte sich um eine Felsküste, ich stand auf einer kleinen Klippe etwa einen Meter über dem Wasserspiegel. …

Bin ich jetzt Kulturkritiker!?

Kultur-port.de ist das etablierte Online-Portal für Kunst, Kultur und Events in Hamburg. Für mich ergab sich die Gelegenheit, dort einen Artikel über die erste große Ausstellung meines Freundes Michael Knepper in Hamburg zu schreiben. Michael und ich kennen uns schon seit Kindertragen. Nachdem wir uns während des Studiums aus den Augen verloren hatten, nahmen wir vor ca. einem Jahrzehnt wieder Kontakt auf. Er lebte mittlerweile mit seiner Familie in Hamburg und hat es in seinem Bereich der Malerei zu großer Meisterschaft gebracht. Eine kleine Auswahl seiner Werke ist jetzt in der Hamburger Galerie Kunstraum in der Deichstraße 28 zu bewundern. Hier der Link zum kultur-port-Artikel: http://bit.ly/kultur-port-Michael-Knepper

Großes Gebäude aus rotem Backstein, mit bunten Verzierungen, gestaltet nach Vorlagen von Friedensreich Hundertwasser

One night in Bangkok

One night in Bangkok, äh … Uelzen. Was mache ich nachts um 3 Uhr in Uelzen? Hätte mir jemand vor drei Tagen erzählt, dass ich das nächtliche Uelzen erkunden werde, den hätte ich ausgelacht. Aber es ist so. Die häufigen Zugfahrten nach Hamburg und zurück gehen ins Geld. Deshalb gucke ich immer, dass ich Zugtickets zum Sparpreis bekomme. Mit BahnCard 25 kostet dann so eine Fahrt von Bitburg nach Hamburg nur 23.90 Euro. Und für Hamburg ist im Preis sogar noch ein Cityticket drin. Nur, ich glaub die Bahn hat das gemerkt und spielt nicht mehr mit. Ab sofort will sie an mir verdienen. Denn die bietet plötzlich kaum noch Sparpreistickets auf dieser Strecke an. Aber wer lange genug sucht und warten kann, findet auch immer mal wieder eine dieser günstigen Fahrkarten. So auch ich. Abfahrt ab Bitburg abends gegen halbsieben. Ankunft morgens in Hamburg so gegen sechs. Da hätte ich schon stutzig werden müssen. Da aber die Billigtickets nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung stehen, buche ich sofort. Erst als ich das Ticket samt …

Axel Simon: Eisenblut

Eigentlich wollte ich keine Buchrezensionen mehr schreiben, denn in dem Moment, in dem ich weiß, dass ich über den jeweiigen Titel schreiben soll, wird es schwer, das Buch noch unbefangen zu lesen. Aber dann kam diese Anfrage von Rowohlt: »Das Deutsche Kaiserreich findet in der Spannungsliteratur nur selten Beachtung. Axel Simon wählt es als Setting für den Auftakt seiner neuen historischen Krimireihe.  Berlin 1888: Kleine Seitensprung-Schnüffeleien sind der Alltag seiner schlecht laufenden Detektei im miesen Berlin-Kreuzberg: Gabriel Landow, schwarzes Schaf seiner ostpreußischen Getreidejunker-Familie, fällt der Erfolg nicht gerade in den Schoß. Aber dann fällt ihm ein Observierter direkt vor die Füße.« Verlag und Autor ziehen in einem Presseinterview den Vergleich zu Babylon-Berlin, der überaus erfolgreichen filmischen Umsetzung von Volker Kutschers Gerhard-Rath-Krimis: »Davon, ein Babylon zu sein, ist das Berlin dieser Tage noch ein gutes Stück entfernt. Aber die Vertreibung aus dem Paradies hat längst stattgefunden. Die Pläne für Massenvernichtungswaffen liegen bereits in den Schubladen. Die Saat, die Jahrzehnte später im Ersten Weltkrieg aufgeht, wurde bereits in den Boden gesetzt. Aber vor allem und aus Landows Sicht: Das ist …

Dein Glück

Dein Glück   Vater – mein Vater –   Körper – mein Körper, sag ich   wer bist Du wo bist Du wer liegt da neben mir – mein Glück – Körper – zerrissen – entgrenzt – ich taumele über mein Glück Körperchen, sagt N. zerrissen, das Fleisch in alle Winde zerstreut von allen guten Geistern verlassen – Körper, wo bist Du wer liegt da neben mir? Körperchen, sagt N. zerrissen – wieder zusammengetragen im Herzen wo ist mein Glück? wo bist Du, wo bist Du wo bin ich … Vater, mein Vater – mein Herz ich bin – ich bin – ich bin ich bin das – wo ist Ich bin?   Ich taumel jetzt noch vor Glück, sagt R. ich will, ich will ich will das nicht ich will das nicht Ich habe das geschafft, sagt I. Ich will das nicht, sag ich Körperchen, sagt N. wer bist Du? wer liegt da neben mir zerrissen, allein gelassen – zerpflückt, selbst zerrissen, wieder zusammengetragen ich, du, er, sie, es – ihr haltet es nicht …

Hochland im Kaukasus

Der freie Blick

Freitagmorgen: Sie steigt irgendwo in Moorrege in den Bus – eine Frau mit Kopftuch. Sie nimmt mir gegenüber Platz. Türkin! So viel scheint wegen des Kopftuchs und des übrigen Aussehens klar. Was mich irritiert und fesselt, ist ihr Blick. Sie blickt nicht nach unten oder verschämt zur Seite wie andere ‚Kopftuchträgerinnen‘ im morgendlichen Bus. Überhaupt entspricht sie keinem Klischee, das ich über muslimische Frauen in mir trage. Ich schätze sie auf Mitte 40. Nicht schön nach unseren Maßstäben: groß, mager, eher knochig. Ansätze zu einer Hakennase. Ihre Kleidung schlicht, aber nicht ärmlich. Sie ist nicht geschminkt, lediglich die Augenbrauen sind gezupft. Ihre Haut ist klar, so klar wie ihre Augen. Sie besitzt eine natürliche Autorität.  Was mich irritiert, was mich fesselt ist ihr Blick. Sie hat große helle, goldbraune Augen, ein leuchtendes Braun, darinnen ein Strahlen.  Sie schaut mich nicht an – aber nicht aus Verlegenheit. Ihr Blick schweift über das Draußen. Erfüllt von einer großen Neugier, aber auch von diesem inneren Strahlen. Was sie berührt mit ihren Augen, fängt an für einen Moment zu …

Boris Meyn: Sturmzeichen – eine Rezension

Boris Meyn, Sturmzeichen, rororo 2019, 252 Seiten »Sturmzeichen« ist der neunte Band (auf der Umschlagrückseite heißt es, es sei der achte!) der Krimireihe um die alteingesessene Hamburger Kaufmannsfamilie Bischop, die in den Boris-Meyn-Büchern immer wieder in Kriminalfälle verwickelt wird. Für mich ist es der erste Band aus der Reihe, den ich lese, und vermutlich wird es auch der letzte sein. Dieser Band spielt im Jahr 1929. Der braune Mob wird immer frecher. Gefolgsleute Hitlers sind schon auf dem Weg zu den ersten wichtigen Schaltstellen der Macht in Hamburg. Allerdings, wer aufgrund des Titels vermutet, dass die Braunen eine zentrale Rolle spielen, wird enttäuscht. Zwar tauchen sie im Verlauf des Geschehens immer wieder auf, entscheidend für den Plot sind sie aber nicht. Protagonistin dieses Bandes ist Ilka Bischop, einzige Tochter der Familie. Ihr jüngerer Bruder Robert – so muss sie schmerzvoll erfahren – hat sich den Nationalsozialisten angedient. Ihr älterer Bruder David, ein Adoptivsohn der Familie, aber steht verlässlich an Ilkas Seite. Auch sonst hat »Frollein Bischop« so ziemlich alle Vorteile auf ihrer Seite. Sie ist neugierig, …

Lies mich! oder Der verlorene Sommer

Jetzt nur für wenige Tage kostenlos als e-Book lesen: Ein Geheimtipp für alle Hamburg-Fans. Diana Seidel: Lies mich! oder Der verlorene Sommer.   Eines Morgens wacht Tim auf und meint, er sei Jesus. Seine Schwester Alex setzt alles daran, herauszufinden, was die Psychose bei ihm ausgelöst hat. Und wie urteilt eine Leserin auf Amazon? …  spannend bis zum Schluss, witzig mit allzu weltlichem Übersinnlichen … Zwischendurch muss man direkt laut lachen und dann schnell weiterlesen, um zu wissen, was nun wieder los ist. Ich möchte von dieser Autorin noch möglichst viel lesen. https://amzn.to/2BpNpQi

Der Stern der Elbe

Der Stern an der Elbe (so der ursprüngliche Titel)  – von Diana Seidel) Ein ganz und gar erstaunliches Buch. Es fängt an wie ein altmodisches Mädchenbuch, entwickelt sich aber schnell zu einem weiblichen Entwicklungsroman. Das Buch ist flott, frisch und immer mit Schalk in den Augen geschrieben. Die Geschichte bleibt stets fesselnd und amüsant. Hauptperson ist die freche, selbstbewusste Jetta. Eine junge Frau, die genau weiß, was sie will und sich dies auch nimmt. Sie ist zweifelsohne egoistisch,  bleibt trotzdem oder gerade deswegen sympathisch. Eingebettet ist ihre Geschichte in das Schicksal der ganzen Familie Reckwisch. Jedes Familienmitglied ist sehr individuell gezeichnet, jeder ein ganz unterschiedlicher Charakter. Einige sind sympathisch, einige weniger. Aber auch sie entwickeln sich. Fritz, der hübsche Bruder, ist als Kind hinterhältig und berechnend, wird später, als Erwachsener, zumindest im Umgang mit seinem (ungewollten) Kind, menschlicher. Die Reckwischs sind alle sehr selbstbezogen bis auf die Mutter und die ältere Schwester. Die Zeit, die Geschichte spielt direkt nach dem ersten Weltkrieg bis in die Zwanzigerjahre, wird sehr lebendig geschildert. Als Leser sieht man das alles …

Die Getriebenen

Ein Riss geht durch die Welt Für mich sind da auf der einen Seite die Satten, die Angekommenen, die Saturierten, die Abgesicherten, die Erfolgreichen, die Fertigen, die Zufriedenen. Sie sind bestrebt, das Erreichte zu verteidigen. Das geht soweit, das die Absicherung des Erreichten zum Selbstzweck wird. Das drückt sich dann in ihrem Reden aus, in ihrem Auftreten, in ihrem Verhalten. Sich mit ihnen zu unterhalten, kann interessant sein, aber selten fruchtbar. Sie reden von Autos, von Geld, von Erfolgen, von ihrem Haus. Sie reden auch manchmal von Literatur, von Kunst, vom Leben. Aber man sieht immer das Monetäre, das Materielle dahinter durchblitzen. Sie reden, als würden sie spüren, dass da was fehlt, dass sie sich selbst belügen. Es klingt hohl und je mehr von ihnen an einem Ort zusammen sind, und je mehr sie darüber reden, umso mehr hört man dahinter das stumme Geschrei der ungestillten Bedürfnisse, der Sehnsucht nach Abenteuer, nach Wagnis. Es sind diese Menschen, die spüren, dass sie wenig zu geben haben.  Die anderen sind die Unsicheren, die Unruhigen, nach stetiger Veränderung …

Bitburg, Land, Wolken, Ackerland, Wald, Heimat

Zu Hause?

Bitburg am Samstag, ein Tag vor Heiligabend. Es ist ruhig in der Stadt, noch ruhiger ist es draußen auf dem Weg nach Matzen. Es scheint, als würde die Welt einmal tief Luft holen. Ich werde automatisch langsamer, lasse die Hektik los. Plötzlich überkommt mich eine tiefe Traurigkeit. Ich gehe weiter. Als ich über den Ostring wieder stadteinwärts laufe, stehen ein RKW und ein Notarzt vor einem Haus. Die Notärztin eilt ins Haus. Das Leben – oder der Tod – scheint auch vor Weihnachten nicht innezuhalten. Ich laufe auf das Krankenhaus zu. Ich bekomme Lust, in die Krankenhauskapelle zu gehen. Ich frage an der Pforte, ob die Kapelle geöffnet ist. Die freundliche Frau lächelt und weist mir den Weg. Oben allerdings stelle ich fest, dass wohl gleich eine Messe stattfindet. Lieber möchte ich alleine sein. Deshalb kehre ich auf dem Absatz um. Ich kann ja mir ja Bitburgs größte Kirche anschauen, die katholische Liebfrauenkirche. In einem Bogen umrunde ich jetzt die Innenstadt, komme vor der Kirche wieder in die Fußgängerzone. Hier angekommen, habe ich allerdings vergessen, was …

Achtung, nur für Wanderer geeignet

Fehlt noch ein Weihnachtsgeschenk? Ich hab noch eins. Heute Morgen klingelt es Sturm. Mein Körper ist schon auf den Beinen, aber das Gehirn ist noch nicht wach. Der Briefträger drückt mir ein Päckchen in die Hand. Ich kann absolut nicht entziffern, wer der Absender ist. Könnte slowakisch sein russisch, ich krieg es nicht auf die Reihe. Am einfachsten: Ich pack es einfach aus. Und als ich das Buch sehe, fällt es mir wie Schuppfen von den Augen: Sven Nieder hatte mir gestern geschrieben, dass er mir das Buch »Wandervögel« von Maf Räderscheidt und Stephan Everling schicken wird. Und jetzt halte ich es schon in der Hand. Liebevolle Wanderer hineingemalt in stimmungsvolle Eifelfotografien, dazu hirnrissig abgedrehte Sprüche über das Wandern. Nachdem ich ausgiebig gelacht hatte, war mein Gehirn auch endlich auf Vordermann. Also: Am besten verschenken, oder ne, noch besser, für sich selber kaufen.

Maria mit dem Kind

Die Geschichte zum Bild. Es war mein erster und (mit einer Ausnahme) auch mein letzter Pauschalurlaub. Ich war gerade mal 19 Jahre alt. Mit einer Freundin verbrachte ich 14 Tag in Hammamet/Tunesien. Da wir beide es nicht aushielten, 14 Tage nur am Strand zu liegen, nahmen wir an etlichen Ausflügen teil. Einer dieser Ausflüge, den wir mit einem Bus unternahmen, führte uns in die Hafenstadt Sousse. Auf dem Weg dorthin machte der Bus Station an einem Beduinenhof. Die Familie hatte sich gegen Entgelt verdingt, sich in ihrer Armut von den Neckermann-Pauschaltouristen besuchen und ablichten zu lassen.