Hamburg, Liebe
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Pro Kunde maximal ein Körbchen …

Viele verschiedenartige bunte Blumen

Endlich – die Blumenläden sind wieder geöffnet. Gestern am ersten Tag nach dem Lockdown nachmittags eine lange Schlange vor dem Laden am Bahnhof Altona, wo ich meist die Blumen für meine Katze kaufe.

Heute Morgen, ich komme aus der Nachtbereitschaft, bin ich der einzige Kunde. Am Eingang stehen Einkaufskörbe, darüber ein Schild: Pro Kunde maximal ein Körbchen.

Ist der Andrang so groß? Hamstern die Menschen jetzt Blumen statt Toilettenpapier? Werden Blumen jetzt rationiert? So richtig verstehe ich den Hinweis nicht. Ich kaufe zwei kleine Sträuße, die zu Hause in der Vase zu einem zusammengestellt werden. Nachdem ich – immer noch einziger Kunde – bezahlt habe, ermahnt mich die Verkäuferin, doch bitte demnächst einen Korb für den Einkauf zu nehmen.

Ich muss wohl etwas verdutzt geguckt haben. Mir dämmert es zwar langsam … Sie setzt aber rasch nach. »Jeder Kund muss einen Korb nehmen!« Aber das steht nicht da draußen. Der Sprachaufklärer in mir insistiert: »Da draußen auf dem Schild steht: Pro Kunde maximal ein Körbchen. Da steht nicht: Zutritt nur mit einem Korb. Oder: Jeder Kunde, der hier Blumen kaufen will, muss einen Korb benutzen.«

Für sie ist der Hinweis völlig verständlich. Noch einmal will ich korrigieren. Aber sie lässt mich nicht zu Wort kommen. »Das ist doch vollkommen klar. Das weiß jeder. Bei Edeka ist es ganz genauso!«

Gegen diese Logik ist kein Kraut gewachsen. Leicht verschämt verlasse ich den Laden.

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